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Harmonikaverein “Wälderbuebe” Linach e.V.
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Laienspielgruppe
Die   Geschichte   der   Laienspielgruppe   ist   eng   mit   dem   Gesangverein   Liederkranz   Linach verbunden.   Bereits   von   1877   bis   1883   bildete   sich   unter   der   Leitung   von   Hauptlehrer Wendelin   Leiber   in   Linach   ein   kleiner   Gesangverein   von   etwa   acht   Männern.   In   den Jahren   1896   bis   1897   wurde   ein   weiterer   Anlauf   unternommen   einen   Gesangverein   zu gründen.   Man   wollte   die   bevorstehende   Primizfeier   von   Leo   Straub   (Hanisenhof)   mit Gesang   verschönern.   Doch   bevor   es   soweit   war,   ging   der   Verein   wieder   in   die   Brüche.   Im Jahre    1908    war    es    dann    Hermann    Scherzinger    (Gasthaus    „Zur    Mühle“),    welcher innerhalb   des   damaligen   Bauernvereins   eine   Gesangsabteilung   gründete.   Diese   machte sich   1909   selbstständig.   Man   gab   sich   eine   eigene   Satzung   und   somit   ist   das   Jahr   1909 als   das   Gründungsjahr   des   Gesangvereins   anzusehen.Vorsitzender   wurde   Otto   Heine (Michelshofbauer).   Er   und   sein   Kassier   Leo   Straub   (Amandenhäusle)   waren   1911   die treibenden   Kräfte   als   es   darum   ging,   eine   Theateraufführung   auf   die   Beine   zu   stellen.   So begannen   im   Jahr   1911,   also   vor   einhundert   Jahren,   erstmals   die   Probenarbeiten   für   ein Linacher Theater Gespielt   wurde   dann   an   Fastnacht   das   Stück   „Die   beiden   Lügner“   in   der   ehemaligen Gaststätte   „Hirschen“   auf   der   Linacher   Lettwies.   Für   Spieler   als   auch   Zuschauer   war dieses   Theater   im   Zeitalter   ohne   Fernsehen   und   Radio   ein   großes   Erlebnis,   von   dem man    auch    im    darauffolgenden    Sommer    noch    zu    berichten    wusste.    Die    noch    junge Theatergruppe    kam    kurz    nach    Ihrer    Gründung    durch    den    ersten    Weltkrieg    jäh    zum erliegen.   So   wurde   im   Februar   1914   nur   noch   eine   weitere Aufführung   realisiert.   Während des ersten Weltkrieges ruhten sowohl die Sanges- als auch die Theatertätigkeiten .   1919   kam   das   Vereinsleben   im   Oberen   Bregtal   wieder   in   Schwung   und   in   Linach   wurde wieder    Theater    gespielt    Auch    in    den    Wirren    der    darauffolgenden    Wirtschafts-    und Finanzkrise    wurden    Stücke    aufgeführt,    wenn    auch    zu    selbst    für    heute    ungewohnten Preisen.    So    kostete    der    Eintritt    im    Inflationsjahr    1923    für    das   Theater    im    Gasthaus „Hirschen“   auf   der   Lettwies   100   Mark.   Ab   1931   wechselte   sowohl   Spielstätte   als   auch Zeitpunkt   der   Aufführungen.   Auch   der   Eintrittspreis   hatte   sich   nach   der   Währungsreform wieder    deutlich    reduziert    und    betrug    30    Pfennig.    Fortan    wurde    das    Theater    zur Weihnachtszeit     im     Gasthaus     Adler     aufgeführt.     Hierfür     wurde     sogar     extra     eine Theaterbühne angefertigt, wofür Leopoldine Dold (Adlerwirtin )das Holz spendete. Zur    Weihnachtszeit    ging    man    in    Linach    aber    nicht    „in’s    Theater“,    sondern    zum „Christbaum“.   Dies   rührte   daher,   dass   vor   dem   Zweiten   Weltkrieg   im   Adler   neben   der Theaterbühne   ein   Christbaum   stand,   der   mit   etwa   30   Kugeln   geschmückt   war.   Diese Kugeln wurden nach   der   Aufführung   versteigert.   Nach   dem   Krieg   wurde   die   Kugelversteigerung   durch     eine   Gabenverlosung   abgelöst.   Aber   der   Name   „zum   Christbaum   gehen“,   wurde   noch lange   beibehalten.   Auch   gab   es   bei   dieser   Veranstaltung   immer   eine   Spezialität:   Das „Suresse“. Da    die    Dirigentenstelle    beim    Männergesangverein    1934    nicht    mehr    besetzt    werden konnte    und    die    besonderen    politischen    Verhältnisse    hinzukamen,    wurde    der    Verein aufgelöst.   Auch   die   Theateraufführungen   kamen   in   der   Zeit   des   Dritten   Reiches   zum zweiten   Mal   nach   dem   ersten   Weltkrieg   zum   Erliegen.   Es   wurde   eine   Inventaraufstellung erstellt.   Darin   sind   122   Theaterbücher   namentlich   aufgeführt.   Diese   große   Menge   an Theaterbüchern   rührt   vermutlich   daher,   dass   bei   einer   Aufführung   zwei   bis   drei   Stücke gespielt wurden. Nach   dem   Krieg   waren   es   vor   allem   die   Linacher   Männer   mit   dem   Vornamen   Alois,   die die    Theatertradition    weiterleben    ließen    und    auch    viele    Jahre    den    Gesangverein    als Vorsitzende   leiteten.   Dies   waren   Alois   Scherzinger   (Sohn   von   Hermann   Scherzinger), Alois   Fehrenbach   (Schmiedshof)   und   Alois   Straub   II   (Moler).   Auf   der   Lettwies   wurde   seit Beginn    der    Laienspielgruppe    bis    auch    noch    kurz    nach    dem    Zweiten    Weltkrieg Theateraufführungen gegeben. Zu   Weinachten   1975   fand   die   letzte   Aufführung   im   Adler   statt.   Zur   Wiederholung   kam   es nicht,   da   die   Wirtin   kurz   nach   der   Veranstaltung   starb   und   das   Gasthaus   für   immer geschlossen wurde. Es brannte 1984 vollständig ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Eine   neue   Heimat   fand   das   Linacher   Theaterspiel   im   Schönenbacher   Löwen   und   im Furtwanger     Pfarrsaal     St.     Cyriak.     1977     wurde     das     Altenheim     mit     dem     dort angeschlossenen    Pfarrzentrum    St.    Cyriak    eröffnet.    Der    Kontakt    kam    über    Konrad Uttenweiler     (Mitbegründer     und     langjährer     Heimleiter)     zustande.     Die     Bewirtung übernahmen   Mitarbeiter   des Altenheims   zur Aufbesserung   der   Kasse   für   die   Ferienwoche der   Bewohner.   Auch   hier   wurde   dann   traditionsgemäß   das   „Suresse“   angeboten.   Diese Praxis   wurde   bis   zum   heutigen Tage   beibehalten.   Seit   2009   finden   beide Aufführungen   im Pfarssal St. Cyriak statt. In   der   zehnjährigen Amtszeit   des   damaligen   Bürgermeister   Richard   Krieg   wurde   ab   1982 auch   im   Gütenbacher   „Meierhof“   von   den   Linachern   Theater   gespielt.   So   wollte   das damalige    Gemeindeoberhaupt    eine    Attraktion    für    die    Touristen    im    Ort    über    die Weihnachtszeit   bieten.   Allerdings   waren   die   Räumlichkeiten   dort   sehr   beengt.   So   kann sich   Alois   Straub   II   noch   gut   erinnern,   wie   beim   Stück   „Geier   Wally“   die   Kulissen   bis draußen   auf   der   Straße   aufbewahrt   werden   mussten.   Auch   in   anderen   Orten   waren   die Linacher     aktiv.     So     gab     es     neben     Gütenbach     Aufführungen     in     Vöhrenbach, Hammereisenbach, Schonach, Titisee und Gutach. Nach    Einstellung    der    Sangestätigkeit    schloss    sich    die    Laienspielgruppe    2006    dem Harmonikaverein     Linach     an.     Hier     wurde     das    Theaterspiel     auch     offiziell     in     den Satzungszweck   des   Vereins   mitaufgenommen   und   die   Theatergruppe   ist   seit   diesem Zeitpunkt      in      der      Vorstandsschaft      des      Vereins      vertreten.      Aber      in      welcher Zusammensetzung   und   Vereinszugehörigkeit   das   Linacher   Laienschauspiel   auch   immer war,    es    ist    seit    seinem    Bestehen    ein   Anliegen    aller    Linacher.    So    spielten    über    die Jahrzehnte fast von jeder Familie in Linach schon einmal jemand mit. Zur   Weihnachtszeit   gab   es   bis   in   die   sechziger   Jahre   zuerst   ein   ernstes   Heimatstück   und anschließend   mit   den   gleichen   Schauspielern   ein   Einakter   als   Lustspiel.   Die   Kinder   aus Linach   durften   seit   jeher   am   Sonntagmorgen   zur   Hauptprobe   kommen,   da   die Aufführung am Abend   für   sie   zu   spät   wurden.   Wenn   dann   in   den   ernsten   Heimatstücken   auch   mal   ein Mord   insziniert   wurde,   berichten   Zeitzeugen   von   herzzereisenden   Szenen,   bei   denen Kinder   zu   weinen   begannen   weil   der   geliebte   Papa   den   vermeintlichen Tod   auf   der   Bühne starb. Die    Zeit    der    ernsteren    Stücke    endete    aber    nach    und    nach    und    so    wurde    in    den vergangen    Jahrezehnten    vor    allem    Lustspiele    aufgeführt.    Zu    Anfang    des    Linacher Theaters   dominierte   auf   der   Bühne   noch   die   Schriftdeutsche   Sprache,   den   sie   war   für   die Menschen   in   dem   kleinen   Wälderörtchen   etwas   besonderes.   In   den   letzten   Jahrzehnten setzte   aber   eine   Rückbesinnung   auf   das   Mundarttheater   ein.   In   unserer   Zeit   ist   nun   der einwandfrei gesprochene Dialekt zur Seltenheit und damit dem Besonderen geworden. 1949    wurde    zum    40-jährigen    Bestehen    das    aufwendige    Stück    „Die    Heimatscholle“ aufgeführt.   Hierfür   wurde   von   Alois   Straub   II   und   Hauptlehrer   Josef   Stumpf   eine   neue Bühne   gemalt.   Die   Aufführung   fand   anlässlich   des   Jubiläums   nicht   an   Weihnachten, sondern   im   Mai   statt.   Die   „Geier   Wally“   war   ein   weiteres   großes   Theaterstück   in   der Geschichte   des   Linacher   Laienspiels.   Es   wurde   erstmals   in   1954   aufgeführt   und   war   ein großer   Erfolg.   Nach   der   ersten   Aufführung   wurde   allerdings   die   Hauptdarstellerin   Brigitte Fehrenbach geborene Straub krank, so dass es nicht zu einer weiteren Aufführung kam. Anlässlich   des   75-jährigen   Bestehens   des   Linacher   Laienschauspiels   wurde   das   Stück 1986   mit   Roswitha   Straub   in   der   Hauptrolle   nochmals   aufgeführt.   Die   hierfür   aufwändige Kulisse malten Josef Hepting und Walter Hättich. Erfolgreich   war   auch   das   derbe   Bauernstück   „De   Hotzeblitz“   von   Karl   Wittlinger.   Dies   kam auch   in   Titisee   und   Schonach   zur   Aufführung.   Ebenso   wurde   es   1997   in   Neukirch   beim Klausenhof als erstes Freilichttheater der Linacher aufgeführt.. 2001   stand   zum   40-jährigen   Bestehen   des   Harmonikavereins   Linach   das   Freilichttheater „De   Hyrotshandel“   von   Heinrich   Laschinger   in   Linach   auf   dem   Programm.   Gespielt   wurde beim   Haus   Trenkle   (Rohrerhäusle).   Dort   wurde   man   hart   mit   den   für   ein   Freilichtheater besonders    wichtigen    Wetterbedingungen    konfrontiert.    Wegen    Regen    wurde    die    1. Aufführung    unterbrochen    und    die    2.    abgebrochen.    Bei    der    zusätzlich    kurzfristig gegebenen   3.   Aufführung   kamen   1000   Zuschauer   und   dokumentierten   mit   viel   Heiterkeit und    Beifall    bei    endlich    guten    Wetter    den    großen    Erfolg    des    zweiten    Linacher Freillichtabenteuers. 2008    wurde    das    erste    Stauseetheater    unterhalb    der    Linachtalsperre    nach    dessen Sanierung aufgeführt. Der    langjährige    Theaterspieler    Bernhard    Dorer    schrieb    den    Vierakter    „De    Linacher Stausee“.   Das   aufwendige   Stück   hat   30   Sprechrollen   und   benötigt   zahlreiche   Statisten. Gemeinsam   mit   dem   Auftritt   des   Gesangsvereins   Linach,   der   für   diese   Veranstaltung wieder   seine   Sangestätigkeit   unter   der   Leitung   von   Clemens   Laule   aufnahm,   wirkten insgesamt   100   Personen   an   dem   Stück   mit.   Zu   sechs   Aufführungen   kamen   rund   5000 Besucher,   und   damit   so   viel   wie   noch   zu   keinem   Linacher   Theater.   Der   große   Erfolg   und die   tolle   Kulisse   veranlassten   den   Harmonikaverein   Linach   zum   100-jährigen   Bestehen der   Laienspielgruppe   und   dem   50-jähren   Bestehen   der   Wälderbuebe   das   Stück   nochmals aufzuführen.    Damit    soll    auch    das    „Stauseetheater“    für    weitere    Aufführungen    in    der Zukunft etabliert werden. Regisseure Als   es   in   Linach   noch   eine   Schule   gab   wurden   die   Regiearbeiten   in   der   Hauptsache   vom örtlichen     Lehrer     übernommen.     So     wechselten     die     Regisseure     in     regelmäßigen Abständen.   Die   Namen   sind   leider   nur   in   der   Zeit   nach   dem   2.   Weltkrieg   bekannt. Als   die Zeit   der   Schule   in   Linach   endete   begann   die   lange   Ära   von   Alois   Straub   II,   besser bekannt   als   „de   Moler“.   Er   hat   sich   in   der   Laienspielgruppe   Linach   große   Verdienste erworben..   Seit   1947   stand   er   auf   der   Bühne   und   war   seit   den   70er   Jahren   Regisseur   der Gruppe.    In    dieser    Funktion    sorgte    er    gemeinsam    mit    einem    weitgehend    stabilen Ensemble,   dass   insbesondere   von   Akteuren   wie   Roswitha   Straub   geprägt   wurde,   für   die Weiterentwicklung   des   Theaterspiels   hin   zum   lustigen   Mundarttheater   mit   Anspruch.   Bei seinem   Ausscheiden   2005   wurde   er   zum   Ehrenregisseur   ernannt.   Seine   Nachfolge   trat Florian Klausmann an, der die Laienschauspielgruppe bis heute leitet. Liste der Regisseure: Josef Stumpf 1947 – 1949 Erwin Biehler 1950 – 1952 Josef Hepting 1953 – 1954 August Risch 1955 Josef Hepting 1956 Maria Dorer geb. Straub 1957 – 1958 Alois Scherzinger 1959 – 1962 Norbert Platz 1963 – 1967 Anton Hettich 1968 – 1972 Alois Straub II 1973 - 2005 Florian Klausmann seit 2006
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Die     Geschichte     der     Laienspielgruppe     ist     eng     mit     dem     Gesangverein Liederkranz   Linach   verbunden.   Bereits   von   1877   bis   1883   bildete   sich   unter der     Leitung     von     Hauptlehrer     Wendelin     Leiber     in     Linach     ein     kleiner Gesangverein   von   etwa   acht   Männern.   In   den   Jahren   1896   bis   1897   wurde ein   weiterer Anlauf   unternommen   einen   Gesangverein   zu   gründen.   Man   wollte die    bevorstehende    Primizfeier    von    Leo    Straub    (Hanisenhof)    mit    Gesang verschönern.   Doch   bevor   es   soweit   war,   ging   der   Verein   wieder   in   die   Brüche. Im   Jahre   1908   war   es   dann   Hermann   Scherzinger   (Gasthaus   „Zur   Mühle“), welcher    innerhalb    des    damaligen    Bauernvereins    eine    Gesangsabteilung gründete.   Diese   machte   sich   1909   selbstständig.   Man   gab   sich   eine   eigene Satzung     und     somit     ist     das     Jahr     1909     als     das     Gründungsjahr     des Gesangvereins   anzusehen.Vorsitzender   wurde   Otto   Heine   (Michelshofbauer). Er   und   sein   Kassier   Leo   Straub   (Amandenhäusle)   waren   1911   die   treibenden Kräfte   als   es   darum   ging,   eine   Theateraufführung   auf   die   Beine   zu   stellen.   So begannen     im     Jahr     1911,     also     vor     einhundert     Jahren,     erstmals     die Probenarbeiten für ein Linacher Theater Gespielt   wurde   dann   an   Fastnacht   das   Stück   „Die   beiden   Lügner“   in   der ehemaligen   Gaststätte   „Hirschen“   auf   der   Linacher   Lettwies.   Für   Spieler   als auch   Zuschauer   war   dieses   Theater   im   Zeitalter   ohne   Fernsehen   und   Radio ein   großes   Erlebnis,   von   dem   man   auch   im   darauffolgenden   Sommer   noch   zu berichten    wusste.    Die    noch    junge    Theatergruppe    kam    kurz    nach    Ihrer Gründung   durch   den   ersten   Weltkrieg   jäh   zum   erliegen.   So   wurde   im   Februar 1914    nur    noch    eine    weitere    Aufführung    realisiert.    Während    des    ersten Weltkrieges ruhten sowohl die Sanges- als auch die Theatertätigkeiten .   1919   kam   das   Vereinsleben   im   Oberen   Bregtal   wieder   in   Schwung   und   in Linach   wurde   wieder Theater   gespielt Auch   in   den   Wirren   der   darauffolgenden Wirtschafts-   und   Finanzkrise   wurden   Stücke   aufgeführt,   wenn   auch   zu   selbst für   heute   ungewohnten   Preisen.   So   kostete   der   Eintritt   im   Inflationsjahr   1923 für   das   Theater   im   Gasthaus   „Hirschen“   auf   der   Lettwies   100   Mark.   Ab   1931 wechselte   sowohl   Spielstätte   als   auch   Zeitpunkt   der   Aufführungen.   Auch   der Eintrittspreis   hatte   sich   nach   der   Währungsreform   wieder   deutlich   reduziert und    betrug    30    Pfennig.    Fortan    wurde    das   Theater    zur    Weihnachtszeit    im Gasthaus   Adler    aufgeführt.    Hierfür    wurde    sogar    extra    eine    Theaterbühne angefertigt, wofür Leopoldine Dold (Adlerwirtin )das Holz spendete. Zur   Weihnachtszeit   ging   man   in   Linach   aber   nicht   „in’s   Theater“,   sondern   zum „Christbaum“.   Dies   rührte   daher,   dass   vor   dem   Zweiten   Weltkrieg   im   Adler neben    der    Theaterbühne    ein    Christbaum    stand,    der    mit    etwa    30    Kugeln geschmückt war. Diese Kugeln wurden nach      der      Aufführung      versteigert.      Nach      dem      Krieg      wurde      die Kugelversteigerung   durch      eine   Gabenverlosung   abgelöst.   Aber   der   Name „zum   Christbaum   gehen“,   wurde   noch   lange   beibehalten.   Auch   gab   es   bei dieser Veranstaltung immer eine Spezialität: Das „Suresse“. Da   die   Dirigentenstelle   beim   Männergesangverein   1934   nicht   mehr   besetzt werden    konnte    und    die    besonderen    politischen    Verhältnisse    hinzukamen, wurde   der   Verein   aufgelöst.   Auch   die   Theateraufführungen   kamen   in   der   Zeit des    Dritten    Reiches    zum    zweiten    Mal    nach    dem    ersten    Weltkrieg    zum Erliegen.     Es     wurde     eine     Inventaraufstellung     erstellt.     Darin     sind     122 Theaterbücher   namentlich   aufgeführt.   Diese   große   Menge   an   Theaterbüchern rührt   vermutlich   daher,   dass   bei   einer Aufführung   zwei   bis   drei   Stücke   gespielt wurden. Nach   dem   Krieg   waren   es   vor   allem   die   Linacher   Männer   mit   dem   Vornamen Alois,   die   die   Theatertradition   weiterleben   ließen   und   auch   viele   Jahre   den Gesangverein   als   Vorsitzende   leiteten.   Dies   waren   Alois   Scherzinger   (Sohn von   Hermann   Scherzinger), Alois   Fehrenbach   (Schmiedshof)   und Alois   Straub II   (Moler).   Auf   der   Lettwies   wurde   seit   Beginn   der   Laienspielgruppe   bis   auch noch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg Theateraufführungen gegeben. Zu     Weinachten     1975     fand     die     letzte    Aufführung     im    Adler     statt.     Zur Wiederholung   kam   es   nicht,   da   die   Wirtin   kurz   nach   der   Veranstaltung   starb und   das   Gasthaus   für   immer   geschlossen   wurde.   Es   brannte   1984   vollständig ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Eine   neue   Heimat   fand   das   Linacher   Theaterspiel   im   Schönenbacher   Löwen und   im   Furtwanger   Pfarrsaal   St.   Cyriak.   1977   wurde   das   Altenheim   mit   dem dort   angeschlossenen   Pfarrzentrum   St.   Cyriak   eröffnet.   Der   Kontakt   kam   über Konrad   Uttenweiler   (Mitbegründer   und   langjährer   Heimleiter)   zustande.   Die Bewirtung    übernahmen    Mitarbeiter    des    Altenheims    zur    Aufbesserung    der Kasse     für     die     Ferienwoche     der     Bewohner.     Auch     hier     wurde     dann traditionsgemäß    das    „Suresse“    angeboten.    Diese    Praxis    wurde    bis    zum heutigen   Tage   beibehalten.   Seit   2009   finden   beide   Aufführungen   im   Pfarssal St. Cyriak statt. In    der    zehnjährigen   Amtszeit    des    damaligen    Bürgermeister    Richard    Krieg wurde   ab   1982   auch   im   Gütenbacher   „Meierhof“   von   den   Linachern   Theater gespielt.   So   wollte   das   damalige   Gemeindeoberhaupt   eine   Attraktion   für   die Touristen    im    Ort    über    die    Weihnachtszeit    bieten.    Allerdings    waren    die Räumlichkeiten    dort    sehr    beengt.    So    kann    sich   Alois    Straub    II    noch    gut erinnern,    wie    beim    Stück    „Geier    Wally“    die    Kulissen    bis    draußen    auf    der Straße    aufbewahrt    werden    mussten.    Auch    in    anderen    Orten    waren    die Linacher   aktiv.   So   gab   es   neben   Gütenbach   Aufführungen   in   Vöhrenbach, Hammereisenbach, Schonach, Titisee und Gutach. Nach   Einstellung   der   Sangestätigkeit   schloss   sich   die   Laienspielgruppe   2006 dem   Harmonikaverein   Linach   an.   Hier   wurde   das   Theaterspiel   auch   offiziell   in den   Satzungszweck   des   Vereins   mitaufgenommen   und   die   Theatergruppe   ist seit   diesem   Zeitpunkt   in   der   Vorstandsschaft   des   Vereins   vertreten.   Aber   in welcher      Zusammensetzung      und      Vereinszugehörigkeit      das      Linacher Laienschauspiel   auch   immer   war,   es   ist   seit   seinem   Bestehen   ein   Anliegen aller   Linacher.   So   spielten   über   die   Jahrzehnte   fast   von   jeder   Familie   in   Linach schon einmal jemand mit. Zur    Weihnachtszeit    gab    es    bis    in    die    sechziger    Jahre    zuerst    ein    ernstes Heimatstück   und   anschließend   mit   den   gleichen   Schauspielern   ein   Einakter als   Lustspiel.   Die   Kinder   aus   Linach   durften   seit   jeher   am   Sonntagmorgen   zur Hauptprobe   kommen,   da   die   Aufführung   am   Abend   für   sie   zu   spät   wurden. Wenn   dann   in   den   ernsten   Heimatstücken   auch   mal   ein   Mord   insziniert   wurde, berichten    Zeitzeugen    von    herzzereisenden    Szenen,    bei    denen    Kinder    zu weinen   begannen   weil   der   geliebte   Papa   den   vermeintlichen   Tod   auf   der Bühne starb. Die   Zeit   der   ernsteren   Stücke   endete   aber   nach   und   nach   und   so   wurde   in den   vergangen   Jahrezehnten   vor   allem   Lustspiele   aufgeführt.   Zu   Anfang   des Linacher    Theaters    dominierte    auf    der    Bühne    noch    die    Schriftdeutsche Sprache,   den   sie   war   für   die   Menschen   in   dem   kleinen   Wälderörtchen   etwas besonderes.   In   den   letzten   Jahrzehnten   setzte   aber   eine   Rückbesinnung   auf das   Mundarttheater   ein.   In   unserer   Zeit   ist   nun   der   einwandfrei   gesprochene Dialekt zur Seltenheit und damit dem Besonderen geworden. 1949     wurde     zum     40-jährigen     Bestehen     das     aufwendige     Stück     „Die Heimatscholle“   aufgeführt.   Hierfür   wurde   von   Alois   Straub   II   und   Hauptlehrer Josef   Stumpf   eine   neue   Bühne   gemalt.   Die   Aufführung   fand   anlässlich   des Jubiläums   nicht   an   Weihnachten,   sondern   im   Mai   statt.   Die   „Geier   Wally“   war ein   weiteres   großes   Theaterstück   in   der   Geschichte   des   Linacher   Laienspiels. Es   wurde   erstmals   in   1954   aufgeführt   und   war   ein   großer   Erfolg.   Nach   der ersten   Aufführung   wurde   allerdings   die   Hauptdarstellerin   Brigitte   Fehrenbach geborene Straub krank, so dass es nicht zu einer weiteren Aufführung kam. Anlässlich   des   75-jährigen   Bestehens   des   Linacher   Laienschauspiels   wurde das   Stück   1986   mit   Roswitha   Straub   in   der   Hauptrolle   nochmals   aufgeführt. Die hierfür aufwändige Kulisse malten Josef Hepting und Walter Hättich. Erfolgreich    war    auch    das    derbe    Bauernstück    „De    Hotzeblitz“    von    Karl Wittlinger.   Dies   kam   auch   in   Titisee   und   Schonach   zur   Aufführung.   Ebenso wurde   es   1997   in   Neukirch   beim   Klausenhof   als   erstes   Freilichttheater   der Linacher aufgeführt.. 2001    stand    zum    40-jährigen    Bestehen    des    Harmonikavereins    Linach    das Freilichttheater   „De   Hyrotshandel“   von   Heinrich   Laschinger   in   Linach   auf   dem Programm.   Gespielt   wurde   beim   Haus   Trenkle   (Rohrerhäusle).   Dort   wurde man      hart      mit      den      für      ein      Freilichtheater      besonders      wichtigen Wetterbedingungen    konfrontiert.    Wegen    Regen    wurde    die    1.    Aufführung unterbrochen     und     die     2.     abgebrochen.     Bei     der     zusätzlich     kurzfristig gegebenen   3. Aufführung   kamen   1000   Zuschauer   und   dokumentierten   mit   viel Heiterkeit   und   Beifall   bei   endlich   guten   Wetter   den   großen   Erfolg   des   zweiten Linacher Freillichtabenteuers. 2008    wurde    das    erste    Stauseetheater    unterhalb    der    Linachtalsperre    nach dessen Sanierung aufgeführt. Der    langjährige    Theaterspieler    Bernhard    Dorer    schrieb    den    Vierakter    „De Linacher   Stausee“.   Das   aufwendige   Stück   hat   30   Sprechrollen   und   benötigt zahlreiche   Statisten.   Gemeinsam   mit   dem Auftritt   des   Gesangsvereins   Linach, der   für   diese   Veranstaltung   wieder   seine   Sangestätigkeit   unter   der   Leitung   von Clemens   Laule   aufnahm,   wirkten   insgesamt   100   Personen   an   dem   Stück   mit. Zu   sechs   Aufführungen   kamen   rund   5000   Besucher,   und   damit   so   viel   wie noch   zu   keinem   Linacher   Theater.   Der   große   Erfolg   und   die   tolle   Kulisse veranlassten   den   Harmonikaverein   Linach   zum   100-jährigen   Bestehen   der Laienspielgruppe   und   dem   50-jähren   Bestehen   der   Wälderbuebe   das   Stück nochmals    aufzuführen.    Damit    soll    auch    das    „Stauseetheater“    für    weitere Aufführungen in der Zukunft etabliert werden. Regisseure Als    es    in    Linach    noch    eine    Schule    gab    wurden    die    Regiearbeiten    in    der Hauptsache     vom     örtlichen     Lehrer     übernommen.     So     wechselten     die Regisseure   in   regelmäßigen Abständen.   Die   Namen   sind   leider   nur   in   der   Zeit nach   dem   2.   Weltkrieg   bekannt.   Als   die   Zeit   der   Schule   in   Linach   endete begann   die   lange   Ära   von   Alois   Straub   II,   besser   bekannt   als   „de   Moler“.   Er hat   sich   in   der   Laienspielgruppe   Linach   große   Verdienste   erworben..   Seit 1947   stand   er   auf   der   Bühne   und   war   seit   den   70er   Jahren   Regisseur   der Gruppe.    In    dieser    Funktion    sorgte    er    gemeinsam    mit    einem    weitgehend stabilen   Ensemble,   dass   insbesondere   von   Akteuren   wie   Roswitha   Straub geprägt   wurde,   für   die   Weiterentwicklung   des   Theaterspiels   hin   zum   lustigen Mundarttheater   mit   Anspruch.   Bei   seinem   Ausscheiden   2005   wurde   er   zum Ehrenregisseur   ernannt.   Seine   Nachfolge   trat   Florian   Klausmann   an,   der   die Laienschauspielgruppe bis heute leitet. Liste der Regisseure: Josef Stumpf 1947 – 1949 Erwin Biehler 1950 – 1952 Josef Hepting 1953 – 1954 August Risch 1955 Josef Hepting 1956 Maria Dorer geb. Straub 1957 – 1958 Alois Scherzinger 1959 – 1962 Norbert Platz 1963 – 1967 Anton Hettich 1968 – 1972 Alois Straub II 1973 - 2005 Florian Klausmann seit 2006
Harmonikaverein “Wälderbuebe” Linach e.V.